Dualismus – milchigtrüb

Michels ( http://muellerssicht.wordpress.com ) Projekt zum Herbst.

Letzten Sonntag – Kristallklar https://sonjasperspektive.wordpress.com/2012/10/28/dualismus-kristallklar/

Und heute das Gegenstück dazu – milchigtrüb

So vervollständigt sich das zweite von insgesammt 3 Paare.

Milchigtrüb.

Das Wetter ist kälter geworden.                                                                                                                     Es bläst und windet. Schon seit Stunden riecht die Luft nach Schnee.

Nun ist er da – Schneegestöber bis unten im Tal.

Die Bauern holen die Tiere vom Feld. Die Kamine der Häuser rauchen. Vielleicht wurde heute das erste mal diesen Herbst eingefeuert. Menschen und Tiere suchen und brauchen Wärme.

Draussen wird es still. Mucksmäuschenstill. Nur der Wind, haucht eiskalt landein und landaus…

Die fröhliche Bande – vorhin noch am feiern, am tanzen und sich in glasklaren Gewässern betrachtend – ist verstummt. Erstarrt von den kalten, liebkosenden Hände des Winters.

Die einen erstarrten vor Schreck und schauen und staunen mit grossen Augen und wissen nicht was ihnen geschieht.

Herzklopfen!

Die anderen zittern in sich zusammengekauert. Die Köpfe aneinander gelehnt. Sie flüstern höchstens ganz leise darüber was schon bald kommen wird. Sie wissen, denn sie sind erfahren. Und fürchten sich vom nahenden Abschied.

Traurigkeit!

Nur der Wind freut sich mit den Schneeflocken.

Übermutig spielt er mit ihnen. Lässt sie tanzen und wirbeln und sausen und purtzeln.       Huiiiiiiiiiiiiiiiiiiii… ein leises und schrilles Geklirre – deren lachende Stimmen.

Und noch ein Lachen.

Kinderlachen!

Sie freuen sich ebenfalls auf den ersten Schnee.

Und die Natur nimmt es hin, akzeptiert… macht langsam die Augen zu… bereitet sich auf das lange Schlafen vor.

Die ruhige und besinnliche Zeit ist auf dem Weg.

Pschhhhhhhhhhhtttttttttt…

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24 Gedanken zu “Dualismus – milchigtrüb

  1. Über solch ein launiges Schneegestöber würde ich mich auch freuen. Man hat das Gefühl, áus dem Fenster direkt in den ersten, noch herbstlichen Schnee zu schauen. Herrlich.
    LG Michel

    • Lieber Michel
      Solche Staub-Stürme gibt es bestimmt auch bei euch im Norden? – oder nicht? (Ich muss unbedingt mal nach Norden…..)
      Jedenfalls wünsche ich dir schon bald mal ein solch sanftes Schneegestöber….
      und dass du dann die Cam dabei hast 😉
      und dann 10 von deinen Bildern 🙂
      und und und … 😉

      Lieben Gruss – sonja

  2. Oh das hast Du aber schön geschrieben, da kriege ich so richtig Lust auf den ersten Schnee. Ich liebe diese klare Luft vor dem Schneefall, wenn man tatsächlich förmlich riechen kann, dass die weiße Pracht sehr bald vom Himmel fällt. Hier im Rheinland wird es allerdings wohl noch ein Weilchen dauern, bis es soweit ist, wenn überhaupt, aber ich hoffe auf weiße Weihnachten im Norden 🙂

  3. Als wäre der Bildschirm ein Fenster, durch das man blickt und das Schneegestöber im Tal beobachten kann. Zusammen mit deinen Worten ein echt toller Beitrag.
    Gefällt mir sehr gut!

    Liebe Grüße,
    Moritz

  4. Ich liebe das auch – mit entsprechender Kleidung natürlich… 🙂 Irgendwann hatte ich mal Heiligabend Dienst, kam von der Spätschicht, es SCHNEITE, und aufgrund der Zeit und des Festes war kein Mensch auf der Straße, geschweige denn Autos, alles war ungewohnt ruhig… Werde ich nie vergessen.

  5. Wundervoll! Es scheint als schaut man direkt ins Tal und die sich wirbelnden Schneeflocken -herrlich.

    Sonja auch wir haben am letzten Oktoberwochenende den „Chachelofen“ zum ersten mal eingeheizt. Es war auch auch nötig bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
    LG Claudia

    • Es ist doch herrlich, wenn man den Ofen – sei es ein Speckstein- , oder Chachelofen 🙂 – zum ersten mal einheizen tut….. da wird das Holzhacken sogar zu einer Freude!
      Und sag, liebe Claudia….hast du Marronis auf der Glut gelegt ??? 🙂
      Lieben Gruss – danke – sonja

  6. Ein Fenster mit toller Aussicht. Dein Text dazu ist herrlich, in Gedanken konnte ich alles spüren und sehen. Ein super Beitrag und sehr passend zum Gegenstück „Kristallklar“
    lieben Gruß
    Karin

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