Dualismus – im Schatten

Michels ( http://muellerssicht.wordpress.com ) Projekt zum Herbst –

 geht weiter.

Das erste Bild war lichtvoll und farbenfroh ( https://sonjasperspektive.wordpress.com/2012/10/14/dualismus-lichtvoll-und-farbenfroh/ )

Nun folgt das zweite: im Schatten

(Das versprochene *Triste* habe ich bei diesem tollen Wetter mit so warmen Temperaturen nach hinten geschoben, was die Pilze so traurig macht mag ich euch heut nicht erzählen…..ja, manchmal sind sie mürrisch und launisch, total trist und fast schon depressiv… doch das soll eine andere Geschichte sein 😉 Also geht es weiter mit dem Schatten… )

Während die einen nicht müde werden ihr Näschen in die so herrlich anhaltende Herbstsonne zu strecken, aufzufallen und Party zu machen, beobachten die anderen das Geschehen unauffällig und still aus ihrem Versteck.

Unter jenen auch die Pilze.

Pilze schlafen über das ganze Jahr. Oder strecken das Köpfchen nicht aus der Erde, höchstselten das man sie bei grosser Sommerhitze sieht. Sie lieben die Ruhe, die Stille – verhalten sich meistens still. Doch kaum wird es Herbst, gewinnt auch bei ihnen die Neugierde überhand. Sie wollen wissen und sehen wer wohl dieses Jahr das allerschönste Kleid anhat. Sie wollen wissen und hören was den ganzen Sommer über so geschehen ist, wollen ihre Gespräche, ihres laute Geschwätz, das neuste Klatsch und Tratsch mitlauschen.

Schliesslich brauchen auch Pilze mal das Weltgeschehen zu vernehmen. Pilze sind nämlich grosse Denker, grosse Philosophen. Sie brauchen neue Impulse und neuen Stoff um darüber nachzudenken und darüber zu philospieren, zu sinnieren und ihre schlaue Meinung darüber zu formen. Schliesslich haben sie den ganzen langen Winter – und Frühling – und sogar den halben Sommer Zeit dafür! Bis das Gesprächs – und Denkstoff aufgebraucht ist.

Also irgendwie sind die Pilze froh, machen die da oben solchen Lärm – aus dem Versteck leise beobachten macht doch auch sehr viel Spass und bringt Abwechslung. So sind sie, die Pilze… nicht so gesellige, laute Kerle – klar gibt es auch hier Ausnahmen – sondern eher die grossen stillen Denker. Die melancholischen Herbstboten. Die, die den Schatten lieben. Die, die meistens unauffällig bleiben.

Ja, und weil die Pilze auch sehr scheu sind – müssen wir sie lange suchen, wenn wir sie verspeisen möchten… nun wisst ihr warum das so ist. 🙂

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19 Gedanken zu “Dualismus – im Schatten

  1. Eine wunderbare Geschichte, die mir nicht nur ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Voller Leben und Spaß, den Schatten zum Trotz. Die ja auch viel Positives haben.
    Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht, wie vielvältig die Scharr dieser großern Denker zu sein scheint. Und, zumindest mein Gefühl, sie wächst immer weiter. Wie könnte ich sonst immer wieder neue Pilze zu Gesicht bekommen.
    LG Michel

  2. Ich muss auch breit grinsen, weil das so eine schöne Pilzgeschichte ist! So ein ähnliches Bild gab es heute schon wo (ich hab grad gesehen – es ist in Deiner Seitenleiste) – aber ich finde sie beide wunderbar!

  3. Hihi, ich grinse auch gerade vor mich hin 🙂 Komme erst so langsam dazu, bei den anderen zu stöbern und das ist wirklich ein lustiger Zufall, mit unseren im Gras versteckten Pilzen. Ursprünglich hatte ich übrigens auch an Schatten gedacht, allerdings mit einem anderen Pilzbild, dann aber umgeplant bzw. die Paare neu gemischt. Ähnlich wie Du auch.

    Liebe Grüße und auf ein Neues,
    Viola

    • ojemine ^^
      das mit dem Planen ist bei mir so ne Sache…… plane ich was – kommt es anders – also ich kann das nicht :D.
      Danke für deine Worte – und ich bin gespannt wie das weitergeht. Spannend isses – in jedem Fall 😉
      Lieben Gruss – sonja

  4. Eine wunderbare Geschichte um die Pilze als grosse Denker. Es bereitete mir Spass diese zu lesen. Diese Jahr sah ich so viele Pilze – in einer enormen Formenvielfalt – und auch an den unmöglichsten Orten.
    Gruass Claudia

    • …unmöglichsten Orte?? 🙂 Ja – die Pilze sind eben doch neugierig und möchten sich im Herbst nichts entgehen lassen….. *hihi

      Danke Claudia für deine Worte. Ich grüsse dich – heute erstmals aus dem Nebel (Hochnebel).
      sonja

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